Kenias Gesundheitsministerium bestätigte am Sonntag eine achte Ebola-Infektion im Land, während die Behörden im Kongo mitteilten, dass sich der Ausbruch dort auf eine achte Provinz ausgeweitet habe.1,3
Generaldirektor Patrick Amoth vom Gesundheitsministerium sagte dem kenianischen Sender Citizen TV, dass an diesem Tag 38 Menschen getestet worden seien und bei einem Menschen ein positives Ergebnis vorliege. Der neue Fall kommt zu einer Zeit, in der Kenia wegen eines großen Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika in erhöhter Alarmbereitschaft ist.1,3
„Er ist ein 49-jähriger Mann, der kein Gesundheitsarbeiter ist“, sagte Amoth. „Er entwickelte Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen.“1,3
Amoth sagte, der Patient habe als Betreuer gearbeitet, der Geschirr und Wäsche reinigte, und sei wahrscheinlich dem ersten Ebola-Fall Kenias ausgesetzt gewesen, der Anfang dieses Monats entdeckt wurde. Eine Quelle im Gesundheitsministerium sagte, der Mann habe am Samstag Symptome entwickelt, sei unter Quarantäne gestellt und anschließend auf das Virus getestet worden.1,3
Das Ministerium hatte am Samstag vier neue Fälle gemeldet. Drei davon betrafen Gesundheitsarbeiter, die den ersten Ebola-Patienten des Landes behandelt hatten, einen Mann, der aus dem Kongo nach Nairobi gereist war und am 5. Oktober in einem Krankenhaus in Nairobi starb. In einem Beitrag auf X teilte das Ministerium mit, die vierte Person sei mit dem verstorbenen Patienten verwandt.1,3
Amoth sagte, Patienten in Quarantäne würden nach dem Auftreten von Symptomen getestet, und die anderen sechs Patienten in Kenia seien nach unterstützender Behandlung stabil. Beim derzeitigen Ausbruch handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm des Virus, für den es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.1,3
Im Kongo teilte das Gesundheitsministerium mit, dass in der Provinz Nord-Ubangi zwei Fälle, darunter ein Todesfall, registriert worden seien. Dies geht laut einem Bericht der Deutschen Welle (DW) hervor. Al Jazeera berichtete, die Regierung habe am Sonntag bekanntgegeben, dass das Virus Nord-Ubangi erreicht habe, die achte betroffene Provinz.1,3
In der DR Kongo wurden mindestens 9.400 Fälle registriert, darunter mehr als 4.500 Todesfälle. Es ist der tödlichste Ausbruch in der Geschichte des Landes, der im Mai begann. Die Provinz Ituri im Osten der DR Kongo bleibt das Epizentrum und macht laut den neuesten Daten der Regierung fast drei Viertel der bestätigten Fälle aus.3
Die staatliche Nachrichtenagentur ACP berichtete, dass die Behörden in der Provinz Nord-Kivu (North Kivu), wo die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization) weiterhin erhebliche Übertragungen feststellt, ab Montag für eine Woche Personen die Einreise aus Ituri in die Provinz untersagen werden. Weitere Maßnahmen umfassen Beschränkungen der Zahl der Passagiere in Autos und auf Motorrädern sowie die Aussetzung großer öffentlicher Versammlungen.3
Das benachbarte Uganda verzeichnete 20 bestätigte Fälle, 15 davon aus der DR Kongo eingeschleppt, sowie zwei Todesfälle, bevor es im August für Ebola-frei erklärt wurde.3
Kenianische Beamte sagten, Patienten in Quarantäne würden nach dem Auftreten von Symptomen weiter getestet, und der neu bestätigte Patient werde versorgt. Weitere Details zur Ausbreitung des Virus in den neuen Provinzen des Kongo waren in den Berichten nicht enthalten.1,3