Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen kommt in einem am Mittwoch veröffentlichten neuen Bericht zu dem Schluss, dass es inzwischen unvermeidlich ist, dass die globalen Temperaturen die Marke von 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau überschreiten werden. Dieses Ziel wurde im Pariser Klimaabkommen von 2015 festgelegt.2,3
Der Bericht mit dem Titel Emissions Gap Report 2026 erscheint zu einer Zeit, in der die Welt auf dem Weg ist, die im Pariser Abkommen formulierte Verpflichtung zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu verfehlen. Klimaexperten erklärten, dass das Überschreiten der 1,5-Grad-Marke das Risiko extremer Wetterereignisse infolge des Klimawandels erhöhen würde. Die Schlagzeile von NPR zu dem Bericht hob einen deutlichen Anstieg der Klimaverschmutzung in den USA hervor.1,2
Der Bericht stellt fest, dass das Ziel nun bescheidener ausfallen sollte. Es solle darin bestehen, die Temperaturabweichung bis zum Jahr 2100 wieder unter die Grenze von 1,5 Grad zu drücken. Dafür wären bis 2040 Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen um 69 Prozent nötig.2
„Während es nun unvermeidlich ist, dass sich die Erwärmung um mehr als 0,1 °C über 1,5 °C hinaus erhöht, ist es dennoch möglich, Ausmaß und Dauer dieser Überschreitung zu begrenzen und die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wieder auf oder unter 1,5 °C zu bringen“, heißt es in dem Bericht.2
Klimaziele sind in den vergangenen Jahren hinter Fragen der Energiesicherheit und der Bezahlbarkeit zurückgetreten, insbesondere wegen Schocks in den Lieferketten für Brennstoffe infolge der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten.2
Der Bericht bewertete auch die nationalen Klimapläne. Weniger G20-Staaten machen ausreichende Fortschritte, um ihre nationalen Klimaschutzpläne für 2030 zu erfüllen, und die Klimaziele für 2035 unterscheiden sich in ihrem Ambitionsniveau. Alle G20-Staaten mit Ausnahme von Argentinien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten haben neue national festgelegte Beiträge mit Minderungszielen für 2035 eingereicht.2
Das für diesen Beitrag geprüfte Material enthielt nicht den vollständigen Text der Befunde von NPR zu den US-Emissionen. Daher sind das Ausmaß des berichteten Anstiegs der Klimaverschmutzung in den USA sowie die dahinterstehenden Quellen und der Zeitraum aus diesen Berichten nicht bekannt. Auch der Artikel selbst lag für die Berichterstattung von France 24 nicht vor; der Sender stellte die Geschichte in seiner Schlagzeile so dar, dass die Welt auf dem Weg sei, die 1,5-Grad-Grenze zu verfehlen.1,3
Im geprüften Material fand sich keine Stellungnahme der US-Regierung oder der Autoren des Berichts zu den Befunden für die USA. Die Berichte nannten zudem keine weiteren Sitzungen, Fristen oder politischen Schritte, die auf die Veröffentlichung folgen würden.1,2,3