Der französische Präsident Emmanuel Macron (Emmanuel Macron) bezeichnete am Freitag einen Schusswaffenangriff, bei dem eine Person getötet und mehrere weitere verletzt wurden, in Orten südwestlich von Paris als "rassistischen Terroranschlag".1,4,5,7
Bei einer Rede in Trappes, wo der Angriff begann, sagte Macron, der Anschlag sei ein "Wendepunkt im Leben unserer Republik und unserer Nation". Menschen seien wegen ihrer Hautfarbe oder Religion gezielt angegriffen worden. Er rief die Öffentlichkeit auf, angesichts dessen, was er "Ideologien, die Wurzeln schlagen" nannte, keinen Millimeter nachzugeben. Innenminister Laurent Nuñez (Laurent Nuñez) sagte, der Angriff habe weniger als 15 Minuten gedauert. Der Schütze feuerte zunächst aus seinem Auto in Trappes und danach im benachbarten La Verrière und wurde kurz darauf festgenommen.1,4,5,7
Trappes' Bürgermeister Ali Rabeh sagte, der Schütze habe "offenbar wahllos geschossen und schien ein Massaker anrichten zu wollen". "Dies war ein terroristischer Anschlag mit rassistischem, wahrscheinlich islamfeindlichem Hintergrund", sagte er. Rabeh erklärte, die getötete Person stamme aus Afrika, und eine der schwer verletzten Personen habe nordafrikanische Wurzeln. Er sagte, Menschen seien an einer Tankstelle, in einem medizinischen Zentrum und auf einem Spielplatz in Trappes angegriffen worden.1,4,5,7
Erste Berichte nannten vier Verletzte, France 24 zufolge stieg die Zahl danach auf fünf. Die BBC und Al Jazeera nannten ebenfalls fünf. Nuñez sagte, drei der Opfer, darunter das Mädchen, hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der Bürgermeister von La Verrière, Nicolas Dainville, sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Mädchen sei "schwer verletzt", befinde sich aber in stabilem Zustand. Ihre Mutter erklärte dem französischen Sender RTL, ihre Tochter habe acht Schussverletzungen erlitten und müsse operiert werden. Breitbart gab unter Berufung auf lokale Medien die Zahl mit zehn an.1,3,4,7,8
Die Mutter fragte RTL: "Wie kann man einem Kind so etwas antun?" Ihre Tochter habe ein Kopftuch getragen, und sie frage sich, ob sie deshalb angegriffen worden sei. "Sie ist ein Kind, das in Frankreich, in Trappes, geboren wurde. Sie hat das Recht, in Frankreich zu leben und ihr Leben in Frankreich zu gestalten", fügte sie hinzu.1
Französische Medien nannten den Verdächtigen als Kevin T., 39 Jahre alt. Die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft erklärte, er habe vier frühere Verurteilungen, die "automatisch gelöscht" worden seien. Lokale Medien berichteten, dass er der Polizei, nicht aber den französischen Nachrichtendiensten bekannt gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft teilte BFMTV mit, er stehe nicht auf einer Liste von Personen, die als ernste Bedrohung für die französische Sicherheit gelten. Ein Mitglied seines "engsten familiären Umfelds" wurde am Freitag ebenfalls in Gewahrsam genommen.1,8
Die Berichte unterscheiden sich darin, wo er festgenommen wurde. Ein Vertreter einer Polizeigewerkschaft sagte der BBC, er sei in La Verrière an der Straße N10 festgenommen worden, während France 24 berichtete, er sei in Coignières verhaftet worden. Eine Polizeiquelle sagte France 24, Beamte hätten ihn mit einer Maschinenpistole und Tränengasgranaten angetroffen. Ein örtlicher Polizeichef sagte BFMTV, der Verdächtige habe eine "ältere Halbautomatik" benutzt, die in Feuerstößen geschossen habe, und Le Parisien berichtete, die Waffe stamme noch aus dem Zweiten Weltkrieg. Nuñez sagte, die Waffe scheine "eine Waffe militärischer Art zu sein, zumindest eine Automatikwaffe".1,4,5,7,8
Anti-Terror-Staatsanwälte erklärten laut France 24, die Wohnung des Verdächtigen sei mit drei Gaskartuschen und elektrischen Drähten präpariert gewesen, "die an einen Zeitschalter angeschlossen" seien. Auf Nachfragen zu Berichten über die Präparierung sagte Nuñez: "Wir haben von diesen Berichten gehört. Die Ermittlungen werden die Fakten klären." Die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen" ein und erklärte, die Ermittlungen erfassten außerdem "Besitz einer Waffe der Kategorie A" und "Verabredung mit einer terroristischen Vereinigung zur Vorbereitung von Straftaten gegen Personen". Die BBC berichtete, das genaue Motiv sei weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Fall umfasse den erschwerenden Umstand, dass die Tat wegen der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit des Opfers zu einer bestimmten Rasse, ethnischen Gruppe, Nationalität oder Religion begangen wurde.1,5,7
Nuñez bezeichnete die Schüsse als "eindeutig ein terroristisches Verbrechen" und lobte fünf Beamte der Anti-Kriminalitätsbrigade, die den Verdächtigen gestoppt hatten. "Ich spreche ihnen meine Anerkennung für ihre schnelle Reaktion aus", sagte er. Aurore Bergé, Ministerin für Gleichstellung und den Kampf gegen Diskriminierung, sagte, das Mädchen sei sehr schwer verletzt. "Wenn sich ein rassistisches Motiv bestätigt, hoffe ich, dass die ganze Nation an der Seite der Einwohner von Trappes, La Verrière und der Opfer steht. Wir dürfen in der Französischen Republik nicht die geringste rassistische Bemerkung dulden", sagte sie. Premierminister Sébastien Lecornu schrieb auf X, der Fall sei "sehr ernst", und "alle Mittel der Sicherheitskräfte und der Justiz sind voll mobilisiert". Macron schrieb auf X: "Unsere Gedanken gehen an die Opfer, ihre Familien und alle Einwohner der Yvelines. In dieser schrecklichen Prüfung steht die Nation an ihrer Seite."4,5,7
Die Schüsse fielen, während sich Frankreich auf weitere Proteste über die Lebenshaltungskosten vorbereitete. Die Demonstrationen der vergangenen Woche brachten Brände, Plünderungen und Zusammenstöße mit der Polizei, was Al Jazeera als die gewalttätigsten Unruhen des Landes seit Jahren bezeichnete. Nuñez sagte, Frankreich werde am Samstag landesweit 70.000 Beamte einsetzen, dazu Hubschrauber, Panzerfahrzeuge und Wasserwerfer. Viele Demonstrationen wurden verboten. Rechtsextreme Politiker werfen der Regierung vor, nicht hart genug gegen Demonstranten vorgegangen zu sein, während linke Gruppen argumentieren, die Sicherheitsmaßnahmen rund um Demonstrationen verletzten Grundrechte, berichtete Al Jazeera. Studierende, Mitglieder der Gewerkschaft CGT und Aktivisten der "Gelbwesten"-Bewegung wollen sich am Samstag den Protesten anschließen.4,7
Die Ermittlungen führt die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft. In den Berichten fehlte eine Stellungnahme des Verdächtigen oder seines Anwalts. Nuñez sagte, die Ermittlungen würden die Fakten klären.1,4,5,7
Macron bezeichnete den Anschlag als "rassistischen Terroranschlag", doch die BBC berichtete, das genaue Motiv sei weiterhin unklar, und die Staatsanwaltschaft prüft, ob er rassistisch motiviert war.1,4,5,7