Eine Londoner Jury hat am Donnerstag den britischen Schauspieler und Komiker Russell Brand wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs an vier Frauen verurteilt, im Zusammenhang mit Vorwürfen, die mehr als zwei Jahrzehnte zurückreichen.2
Der 51-Jährige wurde in einem Anklagepunkt der Vergewaltigung und in drei Anklagepunkten des sexuellen Missbrauchs verurteilt, während die Geschworenen ihn in zwei weiteren Anklagepunkten der Vergewaltigung und in einem Anklagepunkt des versuchten unsittlichen Angriffs freisprachen.2
Richter Joel Bennathan sagte, Brand drohe bei der Strafverkündung am Montag eine "erhebliche" Haftstrafe, und Brand, der bis dahin gegen Kaution auf freiem Fuß gewesen war, wurde unmittelbar nach dem Urteil in Gewahrsam genommen.2,4
Die Jury aus acht Männern und vier Frauen am Southwark Crown Court beriet mehr als acht Stunden über zwei Tage. Die Anklagen bezogen sich auf mutmaßliche Vorfälle zwischen 1999 und 2009.2
Die Vorwürfe betrafen vier Frauen und vier einzelne Vorfälle. Eine Frau gab an, 1999 in der Gegend von Bournemouth vergewaltigt worden zu sein, und eine weitere Frau warf einen unsittlichen Übergriff im Londoner Stadtteil Westminster im Jahr 2001 vor.2
Eine Frau berichtete, 2004 in Westminster oral vergewaltigt und sexuell missbraucht worden zu sein, während eine weitere Frau sexuellen Missbrauch in derselben Gegend zwischen 2004 und 2005 vorwarf.2
Der Crown Prosecution Service, Englands oberste Anklagebehörde, genehmigte die Anklage gegen Brand nach Ermittlungen der Metropolitan Police. Im April 2025 klagte die Metropolitan Police Brand wegen einmaliger Vergewaltigung, einmaligen unsittlichen Angriffs, einmaliger oraler Vergewaltigung und zweimaligen sexuellen Missbrauchs an.2
Die Anklage beschrieb ihn als "rücksichtsloses, berechnendes, manipulatives Sexualraubtier."2
Brand stritt die Vorwürfe ab. Er beteuerte, niemanden jemals zu etwas gegen dessen Willen gezwungen zu haben.2
Während des Prozesses gab er zu, als junger Mann von Sex besessen gewesen zu sein und ein ausschweifendes Leben geführt zu haben.2
In letzter Zeit hat er sich zudem offen zum Christentum bekannt und spricht häufig darüber, wie er nun Freude in seinem Glauben finde und sein früheres Leben hinter sich gelassen habe, das von Drogen- und Sexsucht geprägt war.2
Richter Joel Bennathan sagte, Brand drohe bei der Strafverkündung am Montag eine "erhebliche" Haftstrafe.4