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Seeschifffahrtschef der Vereinten Nationen (United Nations): 6.000 Seeleute in der Straße von Hormus (Strait of Hormuz) festsitzend, Angriffe auf Schiffe nehmen zu

Arsenio Dominguez bezeichnete die Lage in der Straße von Hormus als ernst und kritisch, während sich der Iran und die USA (United States) gegenseitig Vorwürfe zu Schiffsangriffen, Minen und Funkkommunikation machten.

Both News · KI-Text auf Basis der genannten Quellen

Verfasst aus 3 Berichten von Medien aus dem ganzen Spektrum

Aktualisiert:

Der Leiter der Seeschifffahrtsbehörde der Vereinten Nationen warnte am Sonntag, dass etwa 6.000 Seeleute nahe der Straße von Hormus festsitzen, während die Angriffe auf Handelsschiffe zunehmen. Der Iran wirft dem US-Militär vor, einen internationalen Notfunkkanal zu nutzen, um zivile Besatzungen zu bedrohen.1,3

Der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organization, IMO), Arsenio Dominguez, sagte gegenüber Fox News Digital: „Die Lage in der internationalen Schifffahrt bleibt ernst und kritisch.“ Er sagte: „Es gibt eine doppelte Blockade, und zu viele Schiffe wurden angegriffen, besonders in den vergangenen Tagen“, und Seeleute seien „weiterhin bei diesen Angriffen ums Leben gekommen“. Er forderte Schiffe auf, die Meerenge nicht zu durchfahren oder Seeleute nicht zu gefährden, „bis wir Garantien haben“.1

Die Angaben zum Ausmaß der Angriffe gehen auseinander. Die New York Post berichtete unter Berufung auf die Financial Times, dass innerhalb von etwa zwei Wochen 24 Schiffe in der Meerenge angegriffen worden seien. Al Jazeera berief sich auf die Seehandelsoperationen des Vereinigten Königreichs (United Kingdom Maritime Trade Operations, UKMTO) und meldete, dass in der Woche bis zum 16. Oktober mindestens zwölf Schiffe angegriffen wurden. Der Monat habe die höchste Zahl an Schiffsangriffen seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran am 28. Februar verzeichnet. Die UKMTO erklärte, sie habe Schwierigkeiten, die Angriffe genau zu zählen, weil sich die meisten angegriffenen Schiffe weigerten, sich bei ihr zu melden. Zudem erfahre sie über andere Quellen von weiteren Vorfällen, die sie nicht überprüfen könne.1,3

Von den zwölf Schiffen, die die UKMTO als angegriffen bestätigte, setzte laut der Organisation die Hälfte ihre Fahrt zum Zielhafen fort oder erreichte einen Hafen. Eines sank, zwei wurden manövrierunfähig, und bei dreien war der Schaden entweder beschädigt oder der Ausgang blieb unbestätigt. Die UKMTO meldete am Samstag außerdem eine neue Angriffsart: Der Kapitän eines Tankers berichtete, sein Schiff sei von einer raketengetriebenen Granate getroffen worden, die von einem kleinen Boot etwa 78 Seemeilen nordöstlich der saudi-arabischen Stadt Dschubail abgefeuert worden sei.3

Die Warnung folgte auf ein Schreiben vom 9. Oktober an die IMO des iranischen Botschafters bei der Organisation, Seyed Ali Mousavi, das an die Mitgliedstaaten verteilt wurde. In dem Schreiben heißt es, das US-Militär habe wiederholt über längere Zeiträume den VHF-Kanal 16 belegt, einen international festgelegten Notruf- und Sicherheitskanal für die Seeschifffahrt. „Während solcher Übertragungen wurden iranische Seeleute auf Persisch mit bedrohlicher, beleidigender und provozierender Sprache angesprochen und in bestimmten Fällen aufgefordert, ihre Schiffe zu verlassen“, heißt es in dem Schreiben. Der Kanal wird darin außerdem als „Instrument militärischer Einschüchterung und psychologischen Drucks gegen zivile Besatzungen“ beschrieben.1

Das Schreiben enthielt keine Aufnahmen, Abschriften oder konkreten Angaben zu den angeblichen Wortwechseln, und Fox News Digital erklärte, die Vorwürfe nicht unabhängig überprüfen zu können. Der Iran bat die IMO, seine Vorwürfe gegenüber den Mitgliedstaaten und relevanten internationalen Organisationen zur Sprache zu bringen, möglicherweise auch gegenüber der Internationalen Fernmeldeunion. Dominguez sagte, die IMO könne ihre Vorschriften und Verfahren prüfen, um festzustellen, ob strengere Schutzmaßnahmen nötig seien. Eine förmliche Untersuchung kündigte er jedoch nicht an.1

Das US-Zentralkommando (United States Central Command, CENTCOM) verteidigte die Durchsetzung der Seeblockade iranischer Häfen. „Die US-Seeblockade besteht seit Monaten und wird allen internationalen Seeleuten professionell mitgeteilt“, erklärte CENTCOM. „Schiffe, die sich weigern, der Blockade Folge zu leisten, erhalten mehrere Warnungen und ausreichend Gelegenheit, sich zu fügen.“ In einer separaten Erklärung sagte ein Sprecher des CENTCOM, der weit überwiegende Teil der iranischen Angriffsversuche auf die Straße von Hormus scheitere.1,2

Dominguez sagte, die IMO werde bei solchen Vorfällen alle technischen oder operativen Aspekte prüfen, die innerhalb ihres regulatorischen Rahmens geklärt werden müssten. Er betonte, Mitgliedstaaten hätten unabhängig vom Konflikt gleiche Rechte, Bedenken zu äußern. „Seeleute sind nicht für den Kampf ausgebildet, und sie sind an keinem der Konflikte auf der Welt schuld“, sagte er.1

Auch Schiffsverluste werden auf Minen zurückgeführt, und beide Seiten streiten über die Ursachen. Die Islamische Revolutionsgarde (Islamic Revolutionary Guard Corps, IRGC) erklärte, ein Supertanker mit mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl sei am Samstag in Brand geraten, nachdem er beim Durchfahren einer „nicht genehmigten“ Route auf eine Mine gelaufen sei. Das staatliche iranische Medium Press TV veröffentlichte Aufnahmen, die nach eigenen Angaben den brennenden Tanker zeigen. CENTCOM erklärte, es habe die Meerenge von Seeminen geräumt und Schiffe würden stattdessen durch Projektile getroffen. Das zivile Containerschiff M/V GFS Pride sei am Donnerstag nicht durch eine Mine, wie der Iran behauptet hatte, sondern durch ein Projektil der IRGC getroffen worden und während des Schleppens an Land gesunken.3

CENTCOM-Chef Brad Cooper sagte am späten Freitag in einer Videobotschaft, trotz der iranischen Angriffe seien in der vergangenen Woche 400 Schiffe und 100 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge gefahren. „Lassen Sie mich klar sein: Die Straße von Hormus wird von den USA und unseren regionalen Partnern kontrolliert, nicht vom Iran“, sagte er. Den starken Anstieg der Schiffsangriffe führte er auf „Verzweiflung“ der Revolutionsgarde zurück. Der Iran hat keine genauen Zahlen dazu veröffentlicht, wie viele Schiffe angegriffen wurden oder die Meerenge passierten. Er hat erklärt, Washington übertreibe seine Zahlen, um Erfolge in seiner Seekampagne vorzutäuschen.3

Die Meerenge machte vor dem Krieg etwa ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Erdgasströme aus. Laut Kpler-Daten, die Al Jazeera zitierte, lag der Öltransport durch Hormus in den sieben Tagen bis zum 13. Oktober im Durchschnitt bei 11,6 Millionen Barrel pro Tag, etwa 68 Prozent der Vorkriegsbasis von 17,1 Millionen Barrel pro Tag. Brent-Rohöl kostete am Freitag erstmals seit Mai 110 Dollar pro Barrel. Analysten brachten den Anstieg mit den anhaltenden Angriffen und mit Erwartungen einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in Verbindung. Die USA haben die Energietransporte über ein Shuttle-System ausgeweitet, das mit arabischen Mächten koordiniert wird. Die Mengen schwankten jedoch von Woche zu Woche, während die iranischen Angriffe zunahmen.3

Das US-Militär erklärte, seine Seeblockade verhindere weiterhin iranische Exporte und Importe über die südlichen Häfen des Iran, und habe dem Iran Ölexporterlöse in Höhe von 25 Milliarden Dollar entzogen. Außerdem habe man kürzlich iranische Kryptowährungsfinanzierungen im Wert von 350 Millionen Dollar beschlagnahmt. Die USA haben auf keinen der jüngsten Angriffe auf Schiffe reagiert.3

Diplomatische Kontakte sind nicht vollständig abgebrochen. Regionale Vermittler, darunter Pakistan und Katar, leiten weiterhin Botschaften zwischen beiden Seiten weiter. Ein Durchbruch bei den Gesprächen ist in naher Zukunft nicht zu erwarten. Al Jazeera berichtete, Präsident Donald Trump habe das US-Militär angewiesen, sich darauf vorzubereiten, nach den Zwischenwahlen am 3. November zu größeren Angriffen überzugehen. In Washington gebe es Sorgen über eine Eskalation des Krieges nach diesem Datum.3

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Wie jede Seite es erzählte

Mitte

Al Jazeera stellte die widersprüchlichen Behauptungen über die Kontrolle der Meerenge und die Unsicherheit über die Zahl der angegriffenen Schiffe an den Anfang und verwies dabei auf den Vorbehalt der UKMTO zur Untererfassung. Viel Raum gab der Sender den Daten zu Öltransporten und Preisen, der Aussage von Brad Cooper, die Meerenge werde von den USA kontrolliert, sowie den Dementis Irans gegenüber US-Behauptungen.

Rechts

Die New York Post und Fox News stellten die 6.000 festsitzenden Seeleute und Dominguez' Warnung in den Vordergrund und räumten den Vorwürfen Irans über den Missbrauch des VHF-Kanals 16 prominenten Platz neben der Verteidigung der Blockade durch CENTCOM ein. Die Schlagzeile von Fox hob die Behauptung des CENTCOM-Sprechers hervor, dass die meisten iranischen Angriffe scheitern. Die Post merkte an, dass Fox News Digital die Vorwürfe im iranischen Schreiben nicht überprüfen konnte.

Quellen

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