Die Senatswahl in Mississippi zwischen der republikanischen Senatorin Cindy Hyde-Smith und dem demokratischen Herausforderer Scott Colom war am frühen Mittwoch noch nicht entschieden, während die Auszählung der Stimmen andauerte.1,2,3,5
Das Rennen blieb bei fast vollständig ausgezählten Stimmzetteln ohne Sieger, die Kandidaten trennten weniger als einen Prozentpunkt – ein unerwartet knappes Ergebnis in einem Wahlkampf, in dem jüngste Umfragen auf einen klaren Sieg von Hyde-Smith hingedeutet hatten.4,5
Am frühen Mittwoch lag der demokratische Herausforderer Colom mit etwas mehr als 2.000 Stimmen knapp vorn, mit 461.370 Stimmen gegenüber 459.201 Stimmen für Hyde-Smith. Dieses Ergebnis entsprach einem Unterschied von weniger als einem Prozentpunkt bei fast vollständig ausgezählten Stimmzetteln.5
Eine Aktualisierung verzeichnete Colom mit 464.926 Stimmen oder 49,0 Prozent und Hyde-Smith mit 463.788 Stimmen oder 48,9 Prozent bei einem erwarteten Auszählungsstand von 96 Prozent. Die Aktualisierung wurde um 19:44 Uhr US-Ostküstenzeit am 4. November veröffentlicht.6
CBS beschrieb den Abstand als weniger als 30 Stimmzettel bei 97 Prozent ausgezählter Stimmen, während ein Bericht vom Mittwochmorgen Hyde-Smith und Colom bei mehr als 95 Prozent ausgezählter Stimmen mit jeweils 48,9 Prozent gleichauf sah. Eine Schlagzeile der Washington Times beschrieb, dass nur einige Dutzend Stimmen die republikanische Amtsinhaberin und den demokratischen Herausforderer trennten.2,3,4
Die Berichte nannten unterschiedliche Zahlen für die Stimmenzahl, die Prozentanteile und den Anteil der ausgezählten Stimmen. CBS gab den Stand mit 97 Prozent an, die Aktualisierung gab den erwarteten Auszählungsstand mit 96 Prozent an, und andere Berichte sprachen von mehr als 95 Prozent ausgezählter Stimmen oder fast vollständig ausgezählten Stimmzetteln. Die Berichte enthielten keine einheitliche endgültige Gesamtzahl und keine einheitliche Angabe dazu, wie viele Stimmzettel noch nicht ausgezählt waren.3,4,5,6
Die Knappheit der Auszählung stand im Gegensatz zu den Erwartungen vor der Wahl. Jüngste Umfragen hatten darauf hingedeutet, dass Hyde-Smith gegen Colom, einen demokratischen Staatsanwalt, problemlos wiedergewählt werden würde. Mississippi hat seit mehr als vier Jahrzehnten keinen Demokraten in den US-Senat (United States Senate) gewählt.4
Eine landesweite Senatsprognose sah die Demokraten mit 54 Sitzen gegenüber 44 Sitzen für die Republikaner in der Mehrheit, wobei für die Demokraten 13 Sitze zur Wahl standen und sie sieben hinzugewannen und für die Republikaner 22 Sitze zur Wahl standen und sie sieben verloren, bei 51 Sitzen als nötiger Mehrheit. Die Berichte sagten nicht aus, welche Auswirkung der Sitz in Mississippi auf diese Prognose haben würde.6
Aus den Berichten ging nicht hervor, wie viele Stimmen noch auszuzählen waren, wo sich diese Stimmen befanden oder wie lange die Auszählung dauern würde. Die Berichte legten auch nicht fest, ob vorläufige, briefliche oder andere Kategorien von Stimmzetteln im verbleibenden Anteil enthalten waren, und nannten keinen Zeitplan für weitere Mitteilungen der Wahlbehörden.3,4,5,6
Die Berichte beschrieben keine Regeln für Neuauszählungen, Schwellenwerte oder formelle Anfechtungen oder Gerichtsverfahren zu Stimmzetteln. Die Schlagzeile zum Rennen verwies auf eine verlängerte Auszählung und einen möglichen Streit um Stimmzettel, doch Einzelheiten eines solchen Streits, etwa beteiligte Parteien, betroffene Stimmzettel oder zuständige Instanzen, waren in den vorliegenden Berichten nicht enthalten.1,6
Die Auszählung der Stimmen wurde als andauernd beschrieben.1,3