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Anthropic reicht öffentliche Börsengangsunterlagen ein: rasantes Umsatzwachstum und hohe Verluste

Die Einreichung bei der SEC zeigt für das zweite Quartal einen Umsatz von 11,56 Milliarden Dollar, dazu hohe Verluste. Anleger wägen einen Börsengang ab, der zu den größten der Geschichte gehören könnte.

Both News · KI-Text auf Basis der genannten Quellen

Verfasst aus 8 Berichten von Medien aus dem ganzen Spektrum

Aktualisiert:

Anthropic hat am Montag seine Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) öffentlich eingereicht. Damit wird möglicherweise der größte Aktienverkauf der Geschichte für den Hersteller des KI-Assistenten Claude vorbereitet.1,3,4,8

Die Einreichung ist über das eine Unternehmen hinaus von Bedeutung. Anthropic und OpenAI haben den Boom der künstlichen Intelligenz weitgehend angetrieben. Die Japan Times berichtete, die Entwicklung des Unternehmens am Kapitalmarkt könne das Vertrauen der Wall Street in die Branche festigen oder erschüttern. Der Börsengang ist laut Mother Jones für etwa Mitte November geplant. CNBC berichtete, dass Neocloud- und Rechenzentrumsunternehmen unter Druck geraten sind.4,7,1

Die Einreichung zeigt ein rasantes Umsatzwachstum. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg auf 11,56 Milliarden Dollar, nach 787 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz im ersten Halbjahr erreichte laut Einreichung 16,3 Milliarden Dollar, mehr als das 14-Fache des Vorjahreszeitraums. Im zweiten Quartal wies das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 974 Millionen Dollar aus, nachdem es zuvor fünf Quartale lang operative Verluste verzeichnet hatte.1,4

Die Einreichung legt zudem hohe Verluste offen. CNBC bezifferte die Verluste im ersten Halbjahr auf über 80 Milliarden Dollar, während die Japan Times den Nettoverlust für die ersten beiden Quartale auf knapp 81 Milliarden Dollar bezifferte. Das Umsatzwachstum habe sich laut Japan Times zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal 2026 von rund 140 Prozent auf 45 Prozent verlangsamt.1,4

Auch bei den Barmitteln gibt es unterschiedliche Angaben. CNBC schrieb, Anthropic habe Ende Juni fast 132 Milliarden Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und kurzfristigen Anlagen gehalten. Axios bezifferte die Summe auf mehr als 130 Milliarden Dollar zum 30. Juni und schrieb, die Einreichung führe mehr als 134 Milliarden Dollar an Barmitteln und ähnlichen Wertpapieren auf.1,8

Die Erwartungen an den Unternehmenswert sind hoch, auch wenn die öffentlichen Unterlagen die genaue Bewertung nicht offenlegen, wie Mother Jones berichtete. Die Bewertung stieg von 183 Milliarden Dollar vor gut einem Jahr auf 965 Milliarden Dollar in der jüngsten Finanzierungsrunde. Frühe Erwartungen sehen sie nach dem Börsengang bei knapp 2 Billionen Dollar oder mehr, berichtete die Japan Times. Theory Ventures schätzte, dass für eine Bewertung von 2 Billionen Dollar ein Wachstum von 50 Prozent nötig wäre.4,7,8

Das Unternehmen ist eng mit den größten Technologiekonzernen verbunden. Knapp die Hälfte der Erlöse stammt aus Claude, das über die Cloud-Sparten von Microsoft, Amazon und Alphabet verkauft wird, die alle an dem Unternehmen beteiligt sind. Die Japan Times bezifferte den Anteil der Umsätze über die Cloud-Marktplätze dreier Technologiekonzerne im ersten Halbjahr auf 48 Prozent. Axios schrieb, fast 50 Prozent der Erlöse im ersten Halbjahr seien über Marktplätze von Amazon, Google und Microsoft gelaufen. Axios merkte an, dass diese Unternehmen zugleich Investoren, Lieferanten von Rechenleistung und Wettbewerber sind.1,4,8

Die Anleger äußern sich unterschiedlich. Jai Das, Mitgründer von Sapphire Ventures, sagte: „Wenn es hinter den Erwartungen zurückbleibt, wird es ein wenig wie ein Kartenhaus sein.“ Brad Bernstein, geschäftsführender Partner der Wachstumsbeteiligungsgesellschaft FTV Capital, sagte: „Wenn sie nicht gut abschneiden, werden sie zum Leitindikator für KI.“ Er fügte hinzu: „Alles wird irgendwie neu justiert werden müssen.“1

Andere äußerten sich positiver. Rohit Kulkarni, Partner und Chief AI Officer bei Burnham Park Capital Markets, sagte über die Finanzzahlen: „Es ist, glaube ich, besser, als befürchtet.“ Gil Luria, Leiter der Technologieforschung bei DA Davidson, sagte, der Börsengang sei „die erste bedeutende Gelegenheit für Anleger, direkt in das Unternehmen zu investieren, das die KI-Wirtschaft antreibt“.1,4

Im Prospekt werden nur OpenAI und Google als Wettbewerber genannt, obwohl Anthropic angibt, es sehe sich einer „breiteren Gruppe von Modellanbietern“ gegenüber, darunter Modelle mit offenen Gewichten oder Open-Source-Modelle. Einige Anleger sehen in diesen Modellen ein Problem, weil Unternehmen sie günstiger nutzen und anpassen können. Michael Monaghan, Portfoliomanager bei Founder ETFs, sagte: „Ich denke, es wird Raum geben für Frontier-Modelle wie die von Anthropic, OpenAI und SpaceX, und ich denke, es wird Raum für Modelle mit offenen Gewichten geben.“ Anthropic erklärt, der Markt stehe noch ganz am Anfang: Die Fortune-500-Unternehmen hätten im jüngsten Quartal weniger als 0,1 Prozent ihrer gesamten Ausgaben für die Modelle und Dienste des Unternehmens eingesetzt.1

In der Einreichung warnte Anthropic, dass fortgeschrittene Modelle durch Bedrohungen für Cybersicherheit und Sicherheit verzögert werden könnten, die ihren Nutzen überlagern könnten. „Schnelles Vorgehen bringt die Vorteile der KI früher, aber zu schnelles Vorgehen könnte schneller sein als die Fähigkeit der Welt, KI-Systeme sicher zu machen“, schrieb das Unternehmen. Seine Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch, etwa bei der Entwicklung biologischer oder chemischer Waffen, seien „unvollständig, könnten angesichts sich entwickelnder Bedrohungsmodelle veraltet sein und wurden in der Vergangenheit umgangen und können in Zukunft erneut umgangen werden“. Einige, darunter der Rechnungsprüfer der Stadt New York (New York City Comptroller), hatten Anthropic zuvor aufgefordert, den Börsengang auszusetzen, bis Sicherheitsrisiken vollständig angegangen seien.5,4

Vorstandschef Dario Amodei hat gesagt, die Nachfrage nach der Technologie vorherzusagen sei einzigartig schwierig. In einem langen Podcast-Interview zu Beginn des Jahres sagte er: „Ich glaube nicht, dass die Wirtschaftlichkeit dieser Branche so funktioniert.“ In einer Erklärung zur Einreichung sagte Anthropic, man hoffe, etwas zu erreichen, „ohne historischen Vorläufer: was wir ein Land voller Genies in einem Rechenzentrum nennen, das jeder Organisation und jedem Sektor der Wirtschaft zur Verfügung steht“.4,6

Axios bezifferte die Rechenverpflichtungen des Unternehmens auf fast 650 Milliarden Dollar, Tomasz Tunguz von Theory Ventures nannte 637 Milliarden Dollar an Rechenzusagen. Anthropic will das Kapital aus dem Börsengang für Investitionen in Chips, Rechenzentren und Talente verwenden. Mother Jones berichtete, die Gründer hätten zugesagt, den größten Teil ihrer Aktien zu spenden. In der Einreichung wird dieses Versprechen jedoch als „widerrufliche“, unverbindliche „Bekundung“ bezeichnet, die von den Marktbedingungen abhängt.8,4,7

Tunguz fragte rhetorisch: „Was ist Anthropic wert?“ Er sagte: „Das Argument für eine sehr große Zahl ist einfach.“ „Das Argument dagegen ist genauso einfach“, fügte er hinzu.8

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NBC News berichtete über die Einreichung in einem kurzen Video mit der Überschrift, das Unternehmen veröffentliche erstmals seine öffentlichen Börsengangsunterlagen. Mother Jones eröffnete mit der Zusage der Gründer, den größten Teil ihrer Aktien zu spenden, und mit der Beschreibung dieses Versprechens in der Einreichung als „widerrufliche“, unverbindliche „Bekundung“.

Mitte

CNBC rahmte den Börsengang über seine Auswirkungen auf den Technologiesektor und die Wall Street, indem es Anleger zitierte, ob Anthropic zum Leitindikator für KI werden könnte. Die Japan Times sah darin einen Test für das Geschäftsmodell des KI-Booms, der schnelles Wachstum und Verluste gegen Sicherheitsbedenken abwägt. Axios ordnete die Details der Einreichung unter „das Gute“, „das Schlechte (oder vielleicht Schlechte)“ und „das Überraschende/Faszinierende“ ein.

Rechts

Die verfügbare Berichterstattung des Washington Examiner bestand aus einer Überschrift, wonach Anthropic mit dem Börsengang an die Börse geht. TheBlaze stellte die Einreichung als Versuch dar, trotz Verlusten im Ringen um die Vorherrschaft im Bereich KI die Führung zu übernehmen. Das Portal hob die gesunkenen Betriebskosten hervor und zitierte das Ziel eines „Landes voller Genies“.

Quellen

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
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