Both.news
Nur die Fakten

Datenleck enthüllt Details zu mehr als 40.000 Beschäftigten des Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security)

Eine gemeinnützige Organisation hat Personaldaten veröffentlicht, die nach eigenen Angaben aus dem Okta-Anmeldesystem des DHS stammen, darunter Namen und Kontaktdaten von Beschäftigten mit Aufgaben in Überwachung und verdeckten Ermittlungen.

Both News · KI-Text auf Basis der genannten Quellen

Verfasst aus 7 Berichten von Medien aus dem ganzen Spektrum

Aktualisiert:

Die gemeinnützige Gruppe Distributed Denial of Secrets veröffentlichte am Mittwoch Daten, die nach eigenen Angaben mehr als 40.000 Beschäftigte des Heimatschutzministeriums umfassen, darunter Personen aus den Bereichen Überwachung, Nachrichtendienste und verdeckte Operationen.1,2,3,4,5,7

Die Veröffentlichung enthält Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Berufsbezeichnungen von Personal aus mehreren DHS-Komponenten sowie E-Mail- und Berechtigungsgruppen, die auf Zuordnungen zu Spezialeinsätzen, Überwachungsaufgaben, Computerforensik und verdeckter Arbeit hinweisen. Das Ministerium erklärte, es habe Kenntnis von einem möglichen Leck und arbeite daran, die Beschäftigten zu schützen.2,5,7

Ars Technica bezifferte die Zahl auf mehr als 41.000 Beschäftigte oder Auftragnehmer im DHS selbst und in sieben nachgeordneten Behörden, darunter die Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE) und die Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection), wobei die Datensätze zuletzt am 19. August 2026 aktualisiert wurden. Einer Auswertung der Daten zufolge entfallen mehr als die Hälfte der Einträge auf die Zoll- und Grenzschutzbehörde, etwa 10.000 auf ICE, davon rund ein Drittel auf den Ermittlungsdienst für Innere Sicherheit (Homeland Security Investigations, HSI), weitere 6.200 auf die Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsbehörde (U.S. Citizenship and Immigration Services) und fast 1.000 auf die Agentur für Cybersicherheit und Infrastrukturschutz (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency), darunter mehr als zur Hälfte Auftragnehmer.5

Die Dateien enthalten zudem Dienstadressen und Verweise auf interne Systeme und decken insgesamt etwa ein Siebtel der DHS-Belegschaft ab; sie zeigen den Aufbau des Ministeriums von der Führungsebene bis zu einzelnen Einwanderungsbeamten und Haft-Auftragnehmern. Insgesamt gibt es mehr als 55.000 Namen von Berechtigungsgruppen, die offenbar auf Werkzeuge für den Zugriff auf Unterlagen der Einwanderungsgerichte, das Auslesen beschlagnahmter Telefone und die Durchführung von Überwachung verweisen, darunter Palantirs investigative Plattform Falcon und PenLink, das Telefondaten und soziale Medien auswertet.5

Distributed Denial of Secrets erklärte, die Informationen seien von einer Gruppe beschafft worden, die sich Department of Peace nenne, und der Organisation sowie der Hacktivistin und Journalistin maia arson crimew übergeben worden. Die Gruppe nennt das Archiv "Icepick." In einer Pressemitteilung hieß es, die Daten stammten aus dem Okta-Anmeldesystem des Ministeriums, und Mitgründerin Emma Best sagte, das Department of Peace habe die Daten aus dem von DHS genutzten Okta-Anmeldedienst abgeschöpft. Okta erklärte, man habe keine Kenntnis von einer Verletzung seiner Systeme. "Okta ist sicher, und wir haben keine Hinweise darauf, dass unsere Daten oder Systeme kompromittiert wurden", sagte ein Okta-Sprecher auf Anfrage.2,5,7

Reuters konnte die Behauptung zunächst nicht unabhängig bestätigen und die Echtheit des gesamten Datensatzes nicht sofort verifizieren, konnte aber persönliche Angaben zu sechs im Leck genannten DHS-Beschäftigten mit Auskunfteiunterlagen und ausgetretenen Daten abgleichen, die über die Darknet-Analyseplattform District 4 Labs verfügbar sind. Reuters rief drei DHS-Beschäftigte direkt an und konnte deren Telefonnummern und weitere Angaben bestätigen. Eine Person sagte, sie höre zum ersten Mal von einem Leck. In mehreren Fällen entsprachen die Daten Angaben, die auf den LinkedIn-Profilen der Beschäftigten öffentlich verfügbar waren, in anderen Fällen enthielten sie nichtöffentliche Daten zu internen Organigrammen oder bislang unbekannten Programmen oder Operationen.2

Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums sagte: "Das DHS hat Kenntnis von einem möglichen Datenleck und arbeitet aktiv daran, die Lage rasch und wirksam zu klären", und fügte hinzu: "Wir nehmen alle Sicherheitsbedrohungen gegen unsere Mitarbeiter und Beamten ernst und werden dafür sorgen, dass alle angemessen geschützt sind. Wir werden die Öffentlichkeit informieren, sobald weitere Informationen vorliegen." Das Justizministerium (Justice Department) reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme, und das FBI verwies die Anfrage an das DHS.2,5,7

Best sagte, crimew habe ein Suchwerkzeug für die Daten entwickelt, mit dem die Öffentlichkeit darin recherchieren könne. Best sagte, das Werkzeug werde "Anonymität durch Rechenschaft ersetzen" und Journalisten unterstützen, Anträge auf Akteneinsicht erleichtern und die parlamentarische Kontrolle stärken. Crimew sagte, ihr Werkzeug werde "FOIA-Material für die kommenden Jahre!" liefern. Crimew fügte hinzu: "Ich denke nicht, dass wir uns davon abschrecken lassen sollten, sie zu durchleuchten."2,5

Das Department of Peace reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme, erklärte aber in einer den Daten beigefügten Stellungnahme, DHS-Beschäftigte "verfügten über unsere Informationen, also sei es nur fair, dass wir über ihre verfügen", und es hoffe, die Daten "könnten genutzt werden, um weiteren Schaden durch das DHS zu begrenzen, und unterstützten alle Bemühungen in diese Richtung." Im März hatte das Department of Peace die Verantwortung für einen Hackerangriff auf das DHS und die Veröffentlichung von Unterlagen zu Verträgen mit externen Dienstleistern beansprucht.2,5

Die Offenlegung wurde als drittes großes Datenleck bei der Regierung beschrieben, das im vergangenen Monat Schlagzeilen machte. Im September hatte die Hackergruppe ShinyHunters den Diebstahl einer riesigen Datenmenge beim FBI für sich beansprucht, darunter sensible Tätigkeitsdetails und medizinische Informationen Tausender FBI-Beschäftigter. Die Strafverfolgungsbehörden haben mehrere Verdächtige festgenommen und eine weitere Person in Gewahrsam genommen, die der Gruppe angehören soll. In der vergangenen Woche wurde das Verteidigungsministerium (Defense Department) nach einem Leck, bei dem Daten von Millionen aktiver und ehemaliger Militärangehöriger offengelegt wurden, mit einer Sammelklage überzogen.2,5,7

Beim Ermittlungsdienst für Innere Sicherheit gehören 39 Beschäftigte in mehr als einem Dutzend Regionalbüros Gruppen an, deren Namen "CUC" enthalten, was laut Gerichtsdokumenten der Regierung für "zertifizierte verdeckte Operation" steht. Eine weitere Gruppe, offenbar aus dem Zuständigkeitsbereich St. Paul, Minnesota, des HSI, verweist auf "Keyhole", das in Bundesgerichtsunterlagen als zertifizierte verdeckte Operation beschrieben wird. Andere verweisen auf ein "Communications Intercept Center TechOps (CICTO) Program", ein "Title III Intercept Program" für Telefonüberwachung und ein "Illicit Sensor Intercept Program (ISIP)".5

Zwei Berechtigungsgruppen mit den Namen "Executive Leadership" und "AI Access" scheinen Personen aufzulisten, die Ausnahmen vom Webfilter des Ministeriums erhalten haben, und enthalten dieselben 13 Personen, darunter die frühere DHS-Chefin Kristi Noem; Antoine McCord, den kürzlich ausgeschiedenen DHS-Informationschef; Philip Hegseth, geführt als leitender Berater des DHS-Ministers und jüngerer Bruder von Verteidigungsminister Pete Hegseth; sowie Jayce Krachenfels, geführt als politischer Berater. Weitere in dem Leck genannte Gruppen verweisen auf KI-Werkzeuge, darunter OpenAIs ChatGPT, Googles Gemini und Microsofts Copilot. Eine Gruppe namens "Grok.com" umfasst acht DHS-Technikverantwortliche, darunter den früheren Informationschef und den früheren Datenverantwortlichen des Ministeriums. Noem, McCord, Hegseth und Krachenfels reagierten nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.5

Gefällt Ihnen diese Art, Nachrichten zu lesen?

Erhalten Sie die wichtigsten Meldungen als faktenbasierte Berichte und Bias-Analysen, aus linken, mittigen und rechten Medien. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Quellen

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7

Von KI ausschließlich aus den unten aufgeführten Berichten verfasst. Wertende Wörter werden entfernt, jede Behauptung wird ihrem Urheber zugeschrieben, und jede Tatsache verlinkt auf die Medien, die sie berichten. Wenn etwas falsch wirkt, prüfen Sie die Quellen und sagen Sie uns Bescheid.

Medien, die wir täglich lesen und analysieren

53 Medien von links, aus der Mitte und von rechts. Die Logos gehören ihren Herausgebern; wir sind nicht mit ihnen verbunden.

Alle Medien mit Eigentümern und Ausrichtung →